Bio-Verbraucher e.V. – Info-Brief 13/ Januar 08


Liebe Leser,

zu den Aufgaben, die wir im Bio-Verbraucher e.V. pflegen, gehört die Zusammenarbeit mit Bio-Erzeugern und Bio-Händlern. Unter www.bio-verbraucher.de/ Bio-Adressen findet man etwa 230 Landwirte, Imker, Winzer, Brauereien, Bäcker, Metzger, Bioläden, Restaurants sowie andere Dienstleister und Bio-Verkäufer hauptsächlich im nordbayerischen Raum nach Postleitzahlen geordnet, die wir fast alle persönlich besucht haben und die unsere Arbeit mit ihrer Firmenmitgliedschaft unterstützen. Wir fördern sie, wo und wie immer es uns möglich ist, denn nur durch eine Zusammenarbeit von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern wird erreicht, dass wir auch morgen noch gesunde und vollwertige Bio-Nahrungsmittel aus der Region kaufen können. Natürlich arbeiten wir auch mit den Verbänden unserer Firmenmitglieder und anderen Organisationen und Persönlichkeiten zusammen, die sich gegen die Grüne Gentechnik und für eine vollwertige Bio-Ernährung einsetzen. In der Arbeitsgemeinschaft Bio-Modellstadt Nürnberg (siehe unsere laufende Berichterstattung unter der Rubrik 6 in den Info-Briefen), erarbeiten Politiker, Unternehmer und Kulturkreative die Schritte zu einer größeren Akzeptanz von Bio-Lebensmitteln nicht nur in der breiten Bevölkerung sondern auch in Gemeinschaftsverpflegungen. Ein schöner Erfolg ist unserem Mitglied Carmen Hübner in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) gelungen. Beide sind auch Mitarbeiter in der Arbeitsgemeinschaft Bio-Modellstadt Nürnberg. Lesen Sie dazu einen Auszug aus der Pressemitteilung des BN vom 16.10.07:

Erste Schulmensa Deutschlands in Nürnberg mit BN Unterstützung bio-zertifiziert


Ab Oktober 2007 werden in der Schul-Mensa der Berufsschule 7 in Nürnberg, einmal pro Woche Bio-Menüs mit Bio-Getränk ohne Aufpreis über die Tresen gehen. Die B7 ist eine berufliche Schule, mit insgesamt 4 Berufsfachschulen, der Berufsoberschule für Soziales und zwei Fachakademien des sozialund hauswirtschaftlichen Bereichs. Die Schulmensa wird eigenständig von Studierenden der Fachakademie für Hauswirtschaft innerhalb ihrer Ausbildung betrieben. Täglich gibt es etwa 60 Essen für Schüler und Lehrkräfte. In den weiteren acht Küchen der Berufsfachschule werden ab Oktober Kartoffeln und Zwiebeln ausschließlich in Bio-Qualität eingesetzt. Für Deutschland einzigartig ist, dass die Schulmensa gemäß EU-Bio-Gesetz zertifiziert ist. „Die Schule machte Nägel mit Köpfen und unterstützt bereits während der Ausbildung eine zukunftsfähige Ernährung im Sinne der Nachhaltigkeit“ so Carmen Hübner, Theorie-Lehrerin für Ernährung. Carmen Hübner, die das Projekt initiierte, fand im Bund Naturschutz Bayern e.V. (BN) „Projektstelle Ökologisch Essen“ einen kooperativen Partner. „Der Bund Naturschutz unterstützt dieses engagierte Schulprojekt, weil das Thema nachhaltige Ernährung bereits in der Ausbildung verankert werden muss“ so Sonja Grundnig, Ernährungswissenschaftlerin beim BN.

Im Rahmen des Projektes erarbeiteten die Studierenden mit dem Bund Naturschutz die wesentlichen Schritte, um die Schulverpflegung zukunftsfähig zu machen. Höhepunkt des Projektes war die Bio-Zertifizierung der Schulmensa. Ob Bio-Einkauf, Bio-Kontrolle oder Marketing des Bio-Angebots – die Studierenden lernen so bereits in der Ausbildung, wie eine nachhaltige Ernährung in die Praxis der Außer-Haus-Verpflegung umgesetzt werden kann.

Um die zukünftigen HauswirtschaftsleiterInnen in ihrer Führungskompetenz zu stärken, wird das so genannte Tandem Verfahren angewandt. Das heißt, dass die Studierenden im letzten Schuljahr (14. Klassen) selbst als AusbilderInnen für die nachfolgende Klassen (13. Klassen) fungieren, indem sie die KollegInnen in alle Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung einarbeiten. „Die Ernährungskompetenzen im Sinne einer nachhaltigen gesundheitsfördernden Ernährung werden somit bereits in der Fachausbildung praktisch und kompetent angewandt“ so Frau Anette Possin, Praxis-Fachlehrerin.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter







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