Infobrief 01 aus dem Januar 2005-
zu allen Themen nehmen wir gerne Ihre Berichte entgegen -
senden Sie uns eine email


Assoziative Zusammenarbeit
Das Maikaal Projekt - Zusammenarbeit weltweit


Im Maikaal-Projekt (Mhow/ Indien)  erzeugen 1200 Landwirte vorwiegend biologische Baumwolle. Die Projektleitung arbeit mit den Kleinbauern zusammen, um sie vor den Risiken des Wettbewerbs im Marktgeschehen zu bewahren. Die Garnhandelsfirma Remei AG in der Schweiz hat darüber hinaus eine Kette der assoziativen Zusammenarbeit auch mit den anderen Gliedern der am Baumwollverarbeitungs- und Vermarktungsprozess Beteiligten aufgebaut. Sie selbst verzichtet auf spekulative Gewinne aus dem Handel mit Garnen und gibt Ihre Gewinne, die sie über die notwendige Handelsmarge hinaus macht, an die Produzenten in der Dritten Welt - hier an das Maikaal-Projekt - zurück. Dadurch werden dort die Produzenten (Landwirte und Spinnereien) teilweise vom Konkurrenzdruck befreit. > lesen sie mehr

Ökologische Landwirtschaft
Baumwolle - Verbot von Pestizidspritzung für Ägypten erreicht


"Nach drei Jahren hatten wir es geschafft und konnten unsere Untersuchungsberichte vorlegen. Der Minister hielt Wort und reagierte mutig, indem er die Beendigung der Pestizidspritzungen aus den Flugzeugen anordnete. Erst wurde eine Fläche von 200.000 Hektar völlig ohne Pestizide behandelt, die, ein Jahr später, auf 400.000 Hektar, die gesamte damalige Anbaufläche für Baumwolle in Ägypten, erweitert wurde. 35.000 Tonnen Spritzgifte konnten von der chemischen Industrie nicht mehr abgesetzt werden." > lesen sie mehr


Wissenschaft und Forschung
Genpflanzen - Gefahr für Mensch und Umwelt (P.M. 11/04)

Neue Studien legen den Verdacht nahe, dass Genpflanzen und Gennahrung ernst zu nehmende ökologische und gesundheitliche Folgen haben können, die nie wieder rückgängig zu machen sind
> sehen sie mehr

Qualitäts - und Preisrecherchen
Gennahrung in Deutschland? (P.M.-Test 11/04 Genfood)

Welche Produkte waren "GVO-positiv"?
> sehen sie mehr


Bio-Modellstadt Nürnberg
Projekt: Bio-Modellstadt Nürnberg


Nürnberg will den Verbrauch von Bio-Lebensmitteln in allen städtischen Einrichtungen fördern (Stadtratsbeschluss vom 23.05.04). Seit 17.12.04 arbeiten wir mit in der Arbeitsgemeinschaft "Bio-Modellstadt Nürnberg" > lesen Sie mehr


Anliegen der Bio-Verbraucher
Wir wollen mitreden, mitentscheiden und mithandeln


Lesen Sie unsere Pressemitteillung nach Gründung des Bio-Verbraucher e.V.
Auch Sie können mitreden. Werden Sie jetzt Mitglied. Mit jeder Stimme sind wir eine Stimme mehr
> Anmeldeformular

Rezept des Monats

Diesen Monat gibt es leckeren Reispilaw > erfahren Sie mehr



Assoziative Zusammenarbeit

Das Maikaal-Projekt
ein Beispiel für weltweite assoziative Zusammenarbeit
Ein Bericht von Wolfgang Ritter, Nürnberg
 
Im Maikaal-Projekt (Mhow/ Zentralindien) sind zur Zeit etwa 1200 Kleinbauern zusammengeschlossen, die hauptsächlich Baumwolle erzeugen. Die Projektleitung pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit den Kleinbauern, um sie vor den Risiken des Wettbewerbs im Marktgeschehen zu bewahren. Die Garnhandelsfirma Remei AG in der Schweiz hat darüber hinaus eine Kette der assoziativen Zusammenarbeit auch mit den anderen Gliedern der am Baumwollverarbeitungs- und Vermarktungsprozess Beteiligten aufgebaut. Sie selbst verzichtet auf spekulative Gewinne aus dem Handel mit Garnen und gibt Ihre Gewinne, die sie über die notwendige Handelsmarge hinaus erzielt, an die Produzenten in der Dritten Welt - hier an das Maikaal-Projekt - zurück. Dadurch werden dort die Produzenten (Landwirte und Spinnereien) teilweise vom Konkurrenzdruck befreit.

Die Maikaal-Projekt-Mitarbeiter kümmern sich um die Probleme der Bauern, schulen sie im biologisch-dynamischen Anbau, achten auf die Einhaltung der Anbau-Richtlinien, führen Qualitätskontrollen durch und garantieren die Abnahme der erzeugten Baumwolle zu einem Preis, der deutlich über dem Marktpreis liegt, damit die Bauern ein Polster bilden können für den Fall von Missernten. Diese Prämie wird jährlich mit den Bauern diskutiert - in diesem Jahr liegt sie bei 20 %. Bis in die Fakturierung hinein wird das soziale Engagement sichtbar: Die Remei AG bezahlt den Garnpreis, eine Entwicklungsgebühr für das Maikaal-Projekt und einen Anteil für einen Sozialfonds der Bauern.

Die garantierte Abnahme und der erhöhte Preis bieten natürlich Anreiz, dem Projekt beizutreten. Keiner der im Maikaal-Projekt zusammengeschlossenen Kleinbauern mit durchschnittlich vier Hektar eigenem Land wird dadurch reich, aber den Pionieren geht es doch schon viel besser als vorher: Sie können nicht bloß ihre Familien und Mitarbeiter ernähren, sondern auch neue Wohnhäuser und Ställe bauen. Ihr Blick in die Zukunft ist ins Positive gewendet, denn sie können ihr Land nachhaltig chemie- und pestizidfrei bearbeiten, sind also unabhängig von teuren Kunstdünger- und Spritzmittelkäufen, und haben die Maikaal-Mitarbeiter als Berater stets an ihrer Seite. Maikaal bioRe (India) Ltd., so die Firmenbezeichnung des Projektes, macht sie neuerdings zu Teilhabern.

Die Kette der Zusammenarbeit der am Baumwoll-Wirtschaftsprozess Beteiligten reicht zur Zeit vom Produzenten in Indien bis zum Einzelhandel in Europa (Rakattl, Comazzo Nuthofil Traxler, „COOP Natura Line“, DM, Waschbär, Hess und weitere). Mitarbeiter dieser Firmen haben die Arbeit in Indien kennen gelernt und berichten ihren Kunden darüber, so dass auch der Konsument von den Gestehungsbedingungen der Baumwolle in Indien erfährt. Durch die Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern erfährt man, welche Produkte der Kunde wünscht und welche Preise er dafür bereit ist zu bezahlen. Diese Daten erhalten die Händler, indem sie ihren Kunden Tragemuster von Kleidungsstücken anbieten und sie zu Qualitäten und Preisen befragen. Auf diese Weise ist der Kunde anfänglich integriert, und in der Kette der Zusammenarbeit richtet man sich immer mehr nach seinen Wünschen aus, denn die Einzelhändler bringen sie in die Vertragsverhandlungen mit den Lieferanten von Kleidung, Garnen und Baumwolle ein.

Insgesamt darf man sich nicht vorstellen, dass Produzenten, Händler und Konsumenten an einem Tisch säßen und verbindliche Vereinbarungen träfen, aber wie die Meinung der Kunden bei den Einzelhändlern zählt, so die Meinung der Kleinbauern bei den Maikaal-Projekt-Mitarbeitern. Die Bauern wissen für wen sie produzieren und die Konsumenten kennen den Ursprung ihrer Kleidung – Interesse und Vertrauen kann entstehen. Der Beginn einer internationalen assoziativen Zusammenarbeit ist gemacht.


Ökologische Landwirtschaft

Baumwolle - Verbot von Pestizidspritzung für Ägypten erreicht
Die folgenden Ausschnitte aus obigem Buch bringen wir mit freundlicher Genehmigung des Mayer-Verlages, Stuttgart und Berlin
ISBN 3-932386-77-9, 2004


Bei Pestiziduntersuchungen unserer Heilpflanzen kamen eines Tages Spuren von Rückständen zum Vorschein, über die wir mit Recht empört waren. Woher kamen diese Pestizide, da wir doch selbst keine verwendeten? Nachdem wir alle möglichen Ursachen ausgeschlossen hatten, begriffen wir schließlich, dass sie von Flugzeugen ausgesprüht wurden, die bis zu 20 Mal während der Wachstumszeit der Baumwolle über die nahen Felder flogen. Als mir dies deutlich war, beschwerte ich mich bei einem Minister des Landwirtschaftsministeriums. »Wir wollen auf unseren Farmen biologisch anbauen und ohne Gift auskommen«, sagte ich, »ihr macht unsere Mühe zunichte und wir sind machtlos gegen das Spritzen aus der Luft!« Er schaute mich erstaunt an und fragte: »Was wollen Sie, gibt es eine Alternative?« - »Nicht spritzen!«, sagte ich. »Wissen Sie denn, was alles geschieht, wenn nicht gespritzt wird?«, fragte er zurück. Da erkannte ich erst, in welchen Schwierigkeiten der Mann bezüglich der Chemie-Konzerne steckte.

Ich beriet mich mit Helmy und Georg Merckens und fragte ihn, ob er eine biologische Methode des Pflanzenschutzes bei Baumwolle kennen würde. Er riet uns, die Insekten, die die Pflanzen schädigen, zunächst genau zu studieren und ihre Lebensweise kennen zu lernen. Von Entomologen ließen wir uns daraufhin das Verhalten der entsprechenden Insekten erläutern und genaueste Untersuchungen über ihre Entwicklungsstadien vorlegen. Dann fragten wir bei verschiedenen Wissenschaftlern nach, wie wir mit biologischen Methoden der Vermehrung dieser Insekten Herr werden könnten.

Diesmal halfen uns die ägyptischen Wissenschaftler Dr. El Araby und Dr. Ahdel Saher, die auf vorbereiteten Versuchsfeldern mit ihren Untersuchungen begannen. Mit dem Aufwuchs der Pflanzen und der zunehmenden Hitze entstehen Kleininsekten wie Blattläuse, Blasenfüße und weiße Fliege. Sie lassen sich mit beleimten Gelbtafeln abfangen, weil sie von der gelben Farbe angelockt werden. Dann folgen während des Wachstums die Blattraupen Spodoptera und die Kapselbohrer Pectinophora, um nur die gefährlichsten zu nennen.

Sie bilden im heißen Sommerklima vier Generationen aus und gefährden die Pflanzen bis zur Ernte hin. Es war nur zu verständlich, dass gegen diese Schädlinge 20 und mehr Pestizidspritzungen eingesetzt wurden.

Der Insektenkundler Dr. Youssef Afifi von der Kairoer Universität nahm die Chance wahr, seine Laborerfahrungen mit dem Spodoptera-Falter im Großfeldanbau anzuwenden. Keiner wusste, ob es wirklich funktionieren würde, aber wir begannen mit der Bebauung eines Feldes von elf Hektar im Nildelta. Schon ehe die Falter anflogen, wurden einfache Trichterfallen mit Pheromonen (Duftlockstoffen) über das Feld verteilt, mit denen die Falter gefangen wurden, noch bevor sie befruchtete Eier ablegen konnten, aus denen sonst die sich rapide vermehrenden und blattverzehrenden Raupen schlüpfen würden. Als Nächstes galt es, die sich bildenden Fruchtkapseln, in denen die Samen mit ihrem haarigen Anhang - also der eigentlichen Baumwolle - entstanden, vor den Kapselbohrern zu bewahren, die den ganzen Ertrag bedrohten. Hier setzte Dr. Afifi Spencer- Röhrchen ein, denen ein betörender Duft entströmte. Wenn die Kapselbohrer anflogen, wurden sie so verwirrt, dass sie die Kapseln nicht fanden. Im ersten Jahr hielt der verwirrende Effekt allerdings nicht lang genug an und elf Prozent der Kapseln wurden dennoch zerstört. Das korrigierten wir und bald lag der Schaden schon unter der Rate, die sonst mit den Chemiespritzungen im konventionellen Anbau zu erreichen war. Als dann die erste Ernte gewogen war, ergaben sich sogar 10 Prozent Mehrertrag an Rohbaumwolle gegenüber dem Gebietsdurchschnitt, ein stolzes Ergebnis, das wir im Wesentlichen auf die allgemein bodenbelebenden und die pflanzenwuchsfördernden Maßnahmen der biologisch-dynamischen wirtschaftsweise zurückführen konnten.

Als wir dachten, dass damit alle Probleme gelöst seien und die Flugzeuge über Ägypten keine Pestizide mehr aussprühen müssten, luden wir zum ersten internationalen Organischen Baumwoll-Kongress der Welt nach Kairo ein. Dort versammelten sich rund 120 Fachleute, die am Rande des Kongresses auch das nächstliegende der insgesamt 19 biologisch-dynamisch bewirtschafteten Baumwollfelder während der Ernte besichtigen konnten. Das ägyptische Fernsehen war dabei und strahlte einen sehr positiven Bericht aus, man bewunderte unseren Erfolg. Auch der Landwirtschaftsminister hatte die Entwicklung interessiert mitverfolgt und erschien auf unsere Einladung hin mit seinen Mitarbeitern. In seiner Rede sagte er sinngemäß: »Ich spreche Ihnen für Ihren Einsatz meine volle Anerkennung aus. Aber wer weiß, oh es noch einmal gelingt! Sie müssen den Erfolg erst mehrmals nachweisen!« So blieb uns nichts anderes übrig, als die von uns entwickelten Methoden der Insektenbekämpfung noch weiter auszuprobieren. Der Minister suchte nach einem bestimmten Plan die verseuchtesten Gebiete jedes Jahr von neuem aus und meinte, wenn es dort gelänge, dann könnte er entscheiden. Er handelte aus meiner Sicht als verantwortungsbewusster Mensch.

Die Versuchsfelder lagen über ganz Ägypten verteilt und Helmy war ständig unterwegs. Die Felder mussten Tag und Nacht überwacht werden. Er war vor Ort, wenn ein schnelles Handeln nötig wurde.

Aber nach drei Jahren hatten wir es geschafft und konnten unsere Untersuchungsberichte vorlegen. Der Minister hielt Wort und reagierte mutig, indem er die Beendigung der Pestizidspritzungen aus den Flugzeugen anordnete. Erst wurde eine Fläche von 200.000 Hektar völlig ohne Pestizide behandelt, die, ein Jahr später, auf 400.000 Hektar, die gesamte damalige Anbaufläche für Baumwolle in Ägypten, erweitert wurde. 35.000 Tonnen Spritzgifte konnten von der chemischen Industrie nicht mehr abgesetzt werden. Wie hatten die darin verwickelten Menschen zuvor gegen den organischen Anbau gehetzt und die Presse aufgewiegelt. Wir konnten das nur mit innerer Ruhe entgegennehmen und uns in Gelassenheit üben, nichts Böses erwidern, sondern friedvoll reagieren. Ich glaube, die Attacken, die wir überwunden haben, hätten unsere Gemeinschaft durchaus zerrütten können. Von einem besonders heftigen Angriff möchte ich später erzählen.

Eines der schlimmsten Gifte war abgeschafft. Dr. El Beltagy vom staatlichen Landwirtschaftsforschungsinstitut sagte in einer Ansprache, selbst wenn die Vereinten Nationen den pestizidfreien Anbau für Ägypten beschlossen hätten, wäre es ihnen nicht gelungen! Und unter den Wissenschaftlern aller Universitäten des Landes wäre es wohl nicht zu einer Einigung gekommen. Es war der Einsatz und Wille der SEKEM-Gemeinschaft, die für das Land etwas Heilendes bewirkt hatte.

Die schädlichen Pestizidspritzungen waren beendet. Was aber sollte nun mit den Hunderten von Tonnen biologischer Baumwolle geschehen, die in der Weiterverarbeitung normalerweise wiederum mit stärksten Giften behandelt werden? Für diesen Bereich wurde im Zusammenhang mit SEKEM die Firma Conytex gegründet. Nach dem Entkernen, dem Ginnen und Spinnen der Baumwolle werden hauptsächlich Strickstoffe daraus gefertigt. Der rohe Stoff wird üblicherweise mit chemischen Mitteln ausgerüstet und mit umweltschädlichen und giftigen Farben gefärbt, was auch bei Garnfärbung geschieht. Bei der Firma »Conytex« tritt anstelle der chemischen Ausrüstung die mechanische, die allerdings in Folge bis zu sechs Prozent Einlaufwert hat. Darauf können sich die Kunden jedoch einstellen. Die verwendeten Farben sind nach Demeter-Richtlinien umweltfreundlich, biologisch abbaubar und hautfreundlich. Zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten finden mehrere Qualitätskontrollen statt. Vom Zuschnitt an werden alle weiteren Verarbeitungsschritte in SEKEM selber durchgeführt.



Wissenschaft & Forschung


Wir bilden hier die Seite 13 der Zeitschrift P.M. - Welt des Wissens, Ausgabe 11/04 ab






............................



Qualitäts- & Preisrecherchen

Gennahrung in Deutschland?
Wir zitieren ...







PM 11/04



Bio-Modellstadt Nürnberg

Projekt: Bio-Modellstadt Nürnberg
Dr. Werner Ebert, Umweltamt, Koordination Bio-Modellstadt, Stadt Nürnberg

Am 23.05.2003 fasste der Stadtrat den einstimmigen Beschluss, in allen städtischen Einrichtungen – bis zum Jahr 2008- 10% der verwendeten Lebensmittel aus ökologischem Anbau oder bio-zertifizierter Verarbeitung zu beziehen.

Mit der Umsetzung des Stadtratbeschlusses wurde das Umweltamt beauftragt, insbesondere Herr Dr. Ebert als Projektleiter und Frau Wagner als Projektmitarbeiterin. Das Umweltamt sieht seine Aufgaben in der Projektkoordination, Initiierung von Einzelaktionen und Vernetzung von Partnern aus der Bio-Szene. Im Umweltamt ist die Zeit für dieses Projekt bis 2006 befristet.

Politisches Ziel ist es Nürnberg als Beispiel für die kommunale Förderung des ökologischen Landbaus und die Förderung verbraucherorientierter Bio-Angebote aufzubauen.
Potenzielle Fördermittelgeber sind CMA (Zentrale Marketing Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft) und BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau), wobei nicht das Gesamtprojekt, sondern einzelne Aktionen gefördert werden.

Bei der konkreten Umsetzung des Projektes gibt es folgende Schwerpunkte

Bio-Modellstadt Nürnberg

Schulen Kindergärten

Hausmeister, Elternbeiräte, Schüler, Erzieher/-innen, Kinder; öko-Truck-Aktionen am 22. und 25.11. im BBZ Durchführung PI
Großverbraucher

Klinikum Nürnberg, N¸St, Stadtverwaltung Nürnberg (ZD), Kinderärten,-horte, Nürnberg Messe (BioFach); Schulungen / Workshops,
Veranstaltungen, Märkte, WM 2006

Veranstalter (Event-Agenturen). Catering-Unternehmen, Schausteller, Stadt Nbg als Veranstalter; Blaue Nacht, Bardentreffen, Classic Open Air, Jugendfestival am Zeppelinfeld, Radrennen um die Altstadt; Für die Biokampagne interessante Projekte der WM 2006, wie Kneipen-WM, Blaue (Ball) Nacht, Internationales Jugendcamp, WM Park/FanDorf Märkte, wie Christkindlesmarkt Kinderweihnacht, Oster- und Herbstmarkt, Spezialmärkte
Verbraucherinfos

Bio-Einkaufsführer, Internetseite


Für die Verbraucher, sowohl die Bevölkerung als auch Besucher Nürnbergs, soll sich das Informationsangebot und die Versorgung mit Bio-Produkten im Laufe des Projekts verbessern. Für die Produzenten und Händler von Bio-Produkten – vor allem solche aus der Region- sollen sich die Marktchancen ihrer Bio-Produkte in der Stadt Nürnberg verbessern, so dass positive Impulse für eine Ausweitung des Ökolandbaus in die Region gehen.



Verbrauchermeinung

 
Wir wollen mitreden, mitentscheiden und mithandeln
Bio-Verbraucher e.V


Wolfgang Ritter (1. Vorsitzender: Planung, Entwicklung, Organisation, Personalwesen)
Hermann Willanzheimer (2. Vorsitzender: Schriftführer, Korrespondenz, Kontakte)
Evelyn Wojnow (Kassenführerin)
Georg Modlmair (Redaktion Info-Brief)
Helmut Ritter (Werbung, Pflege der Internetseiten)
Marilena Pal (Sekreteriat)
Horst Habisreitinger

Einzelheiten zur Gründung des gemeinnützigen Vereins Bio-Verbraucher e.V.


Interessenvertretung für Bio-Verbraucher gegründet
Warum ein Bio-Verbraucher Verein?


In letzter Zeit hörte man vermehrt von Existenzgefährdungen deutscher Bio-Erzeuger. Ursachen dafür seien z.B. fehlendes Qualit”tsbewusstsein bei den Verbrauchern, billigere Auslandskonkurrenzprodukte, keine Zusammenarbeit von Produzenten, Händlern und Verbrauchern. Tatsächlich stimmt der Verbraucher mit jedem Kauf über eine nachhaltige, gesunde Landwirtschaft in Deutschland ab - dafür oder dagegen. Wenn uns das klar ist, wissen wir, was zu tun ist.

Durch unser Engagement wollen wir den Trend zur Billigware stoppen, den Wunsch nach Qualität fördern und neue Bio-Verbraucher gewinnen. Die am Bio-Wirtschaftsprozess Beteiligten (Produzenten, Händler, Konsumenten und deren Verbände) wollen wir füreinander interessieren. Man sollte die Möglichkeiten, Wünsche, Arbeitsbedingungen, Erfolge voneinander erfahren - vielleicht sogar hier und da zu Verabredungen kommen. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, damit das geschehen kann - Erzeuger- und Händlerverbände gibt es bereits, aber kaum solche der Verbraucher.

Erschüttert musste die Bio-Szene im Frühjahr 2004 zur Kenntnis nehmen, dass die Europäische Union eine "Koexistenz-Leitlinie" beschlossen hat, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und Agro-Gentechnik vorsieht. Wie kann sich ein Landwirt vor Flugbestäubung aus genmanipulierten Beständen schützen? Viele Verbände haben sich gegen die "Koexistenz-Leitlinien" ebenso gewehrt wie gegen die Werte in den Kennzeichnungsbestimmungen für gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel. Auch das beschlossene Gentechnik-Gesetz und der Erprobungsanbau von gentechnisch verändertem Mais in Bayern im Jahr 2004 fand nicht die ungeteilte Zustimmung der Anbauverbände. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich auch die Bio-Verbraucher organisieren, um ihre Stimme geltend zu machen, wenn es um Entscheidungen geht, die letztlich sie betreffen. Wir wollen gemeinsam mit den bestehenden Verbänden für eine nichtgenmanipulierte, nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Nahrungsmittel eintreten.

Welche Leistungen bietet der gemeinnützige Bio-Verbraucher e.V. auf seiner Internetseite? Monatlich erscheint ein Info-Brief mit den Rubriken: Assoziative Zusammenarbeit, Ökologische Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Qualitäts- und Preisrecherchen, Verbrauchermeinung, Rezept des Monats. Dazu nehmen wir gerne Ihre Beiträge entgegen. Unter der Überschrift Bio-Adressen zeigen wir Bio-Landwirte, Bio-Händler und Verbände mit ihrem Angebot auf, die bei uns Fördermitglied sind.

Wie hoch ist der Beitrag? Damit jeder Mitglied werden kann, ist der Beitrag gering. Einzelne Fördermitglieder zahlen € 12,- im Jahr, Firmen und Vereine mit ihrem Waren- oder Dienstleistungsangebot auf unseren Internet-Seiten € 25,- im Jahr.

Je mehr wir sind, desto erfolgreicher können wir wirken
: Werden Sie jetzt Fördermitglied!
Schreiben oder mailen Sie uns oder laden Sie sich die Beitrittserklärung herunter.




Bio-Rezept des Monats


Geschichtetes Reispilaw

Zutaten für den Reis: 225 g roter Bio-Reis, 40 g Butter, 100 g feingehackte Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 50 g halbierte Pistazienkerne,
2,5 cm Zimt am Stück, 1 Teel. Curry, 1 Teel. Kreuzkümmel (Kumin), 50 gfeingehackter Ingwer, 4 gequetschte Cardamonkapseln
 
Den Reis vorher ca. 2 Std. einweichen. In ca. 500 ml Wasser mit dem Ingwer ca. 40 Minuten gar köcheln. In der Zeit die Zwiebeln und den Knoblauch mit den Gewürzen im Butter anbraten, bis es gut duftet. Zusammen mit den Pistazienkerne zum Reis geben.
 
Füllung: 50 g Butter, 100 g halbierte Mandeln, 50 g Cashewkerne, 50 halbierte Pistazien, 100 g in Streifen geschnittene Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, ca. 200 g tiefgefrorene Erbsen, 200 g Panir (Joghurtkäse) ersatzweise Champignons, 1/2 Teel. Kreuzkümmel, 1 Teel. Curcuma, Chili, 4 Eßl. gehackte Korianderblätter oder Petersilie
 
Butter erhitzen, Gewürze, Nußkerne, Zwiebeln und Knoblauch goldgelb anbraten. Erbsen in 150 ml kochenes Wasser geben, evtl. auch die Champignon
s. Köcheln lassen bis alles gar ist. Den Joghurtkäse und die gehackten Kräuter dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die gebratenen Zwiebeln dazu geben.
 
Zu dem Reis servieren. Guten Appetit.
Marilena Pal, Nürnberg


--------------------------------------------------------------
Jetzt Mitglied werden