Julia Klöckner am Weltbienentag 2018 (Bild: BMEL)

 



Bio-Verbraucher e.V. – Info-Brief 55 / Juli 2018
(als pdf lesen)

Liebe Leserinnen und Leser,

man kann sich darüber ärgern, dass Grüne Gentechnik noch immer ein Thema in Deutschland, Europa und der Welt ist; wir freuen uns darüber, dass Bayern zu den gentechnikfreien Regionen Europas gehört. Man kann sich darüber ärgern, dass noch nicht alle Insektenkiller verboten sind; wir freuen uns, dass drei hochgiftige Neonikotinoide zum Ende des Jahres aus dem Handel verschwinden müssen. Man kann sich darüber ärgern, dass der frühere Bundesminister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz dafür gesorgt hat, dass Glyphosat für weitere fünf Jahre die Umwelt belastet; wir freuen uns darüber, dass Brüssel nun unabhängige Gutachten finanzieren will.

Alle diese kleinen Fortschritte, bedurften des zivilgesellschaftlichen Engagements – auch des unseren. Wir können ja leider nicht davon ausgehen, dass unsere Eingaben bei Politikern sofortiges und vollständiges Gehör finden, denn schließlich unterliegen sie ja auch dem mächtigen Lobbying der Agrarindustrie, den Forderungen der Erzeuger von gentechnisch verändertem Saatgut, von Pestiziden und Kunstdüngern. Die Politiker stehen biblisch gesprochen zwischen David und Goliath. Das wird an zwei Aussagen der neuen Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz deutlich: „Was giftig ist, gehört vom Markt.“, ihr Kommentar zum Verbot der Neonikotinoide. Tierschützer, die Gesetzesverstöße und Missstände in der Massentierhaltung aufdecken und dazu widerrechtlich in Ställe eindringen, diffamiert sie als „selbsternannte Stallpolizei“ und will sie härter bestrafen. Im ersten Beispiel folgt sie den beharrlichen Forderungen der Verbraucher, im zweiten Beispiel der Agrar-Industrie.

Die Entscheidung der EU-Kommission, künftige Zulassungen von möglicherweise gesundheitsgefährdenden Stoffen vom Europäischen Institut für Lebensmittelsicherheit (EFSA) selbst begutachten zu lassen oder unabhängige Gutachten zu finanzieren, ist nicht hoch genug einzuschätzen, stammten doch die Gutachten bisher weitgehend aus der Feder der beantragenden Unternehmen selbst.

Ihnen, unseren Mitgliedern, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihre Mitgliedschaft bei uns. Gewinnen Sie bitte Verwandte, Freunde und Bekannte; ein Engagement im Bio-Verbraucher e.V. dient im oben dargelegten Sinne dem Menschheitsfortschritt.

Neuer Internetauftritt
Wir haben einen neuen Internet-Auftritt. Unter www.netz.bio können sich unsere Firmenmitglieder wirksamer als bisher präsentieren. Die Besucher von netz.bio können bei „Bio-Adressen“ nach bestimmten Anbietern, Warengruppen, Waren oder Orten suchen. Geben Sie z.B. „Wein“ ein, erscheinen unsere Winzer, geben Sie eine Postleitzahl ein, erscheinen unsere Firmenmitglieder an diesem Ort und in der Umgebung. Drücken Sie die Taste „Online-Shops“ finden Sie alle unsere Firmenmitglieder mit Versandhandel. In dem „Suche“-Feld rechts oben in der Funktionsleiste kann man Begriffe eingeben, die z.B. zu Artikeln in unseren Info-Briefen führen. Geben Sie z.B. „Glyphosat“ ein, finden Sie, wo wir was über Glyphosat veröffentlicht haben. Gegenwärtig übertragen wir die Adressen unserer Firmenmitglieder von bio-verbraucher.de auf netz.bio. Stöbern Sie doch schon einmal ….

EU-Datenschutzgrundverordnung
Wir weisen darauf hin, dass wir, der EU-Datenschutzgrundverordnung entsprechend, mit personenbezogenen Daten sorgsam umgehen. Wir verwenden sie ausschließlich zur internen Mitglieder- und Interessentenverwaltung, zur Korrespondenz mit Ihnen, unseren Mitgliedern, zum Einzug von Mitgliedsbeiträgen und anderen Forderungen. Eine Einsicht durch Dritte und eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Unsere Erklärung zum Datenschutz finden Sie auf www.netz.bio/ Datenschutz und www.bio-verbraucher.de/ Impressum. Bei Fragen und Wünschen zum Datenschutz wenden Sie sich bitte an: datenschutz@bio-verbraucher.de.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter