Bio-Verbraucher e.V. – Info-Brief 39/ Juli 2014
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Liebe Leserinnen und Leser,

kürzlich stimmte auch Deutschland bei der Änderung der Honigrichtlinie in Brüssel dafür, Pollen nicht mehr als Zutat zu betrachten, sondern als „natürlichen Bestandteil“. Das heißt, Honig mit Pollen aus gentechnisch verändertem Raps, z.B. aus Kanada, braucht jetzt nicht mehr gekennzeichnet zu werden. Nicht kaufen! Für bayerischen Honig habe ich zur Zeit keine Bedenken, denn Bayern trat kürzlich dem Bündnis gentechnikfreier Regionen in Europa bei. Bravo Bayern, wir haben uns 10 Jahre lang dafür eingesetzt.

„Dieses Abkommen wird Millionen Jobs schaffen“. Mit diesem Versprechen warb Bill Clinton einst für das Freihandelsabkommen NAFTA, das 1994 in Kraft trat. Doch NAFTA zerstörte Millionen Jobs – wie seine KritikerInnen es vorausgesagt hatten. Auch während der laufenden Verhandlungen zu den Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und Kanada CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) versuchen Konzern-Lobbyisten und ihnen nahestehende PolitikerInnen, die Öffentlichkeit mit falschen Versprechungen und PR-Tricks einzuwickeln. Damit ihnen das nicht noch einmal gelingt, setzt ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen auf den Widerstand informierter BürgerInnen. Beachten Sie bitte dazu den Flyer des Umweltweltinstituts München e.V. in der Anlage/im Anhang.

TTIP ist ein dicker Hund – aber mit TISA käme es noch dicker. Lesen Sie mehr dazu im Beitrag von Andrea Dornisch in Rubrik 7/ Verbrauchermeinung.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Ritter