Jetzt gibt es Bio-Spargel aus dem Knoblauchsland!

 



Bio-Verbraucher e.V. – Info-Brief 26/ April 2011
(als pdf lesen)

Liebe Leserinnen und Leser,

erfreulicherweise nehmen die Bio-Einkaufsmöglichkeiten in ganz Deutschland immer mehr zu: Bio-Fachmärkte und Bio-Hofläden bieten alles, was das Bio-Verbraucher-Herz begehrt. Auch im Nürnberger Knoblauchsland stellen immer mehr Gemüsegärtner auf den biologischen Landbau um: ein Biokreis-Hof wird in diesem Jahr Spargel und Erdbeeren anbieten, ein anderer erzeugt soviel Demeter-Gurken und –Tomaten, dass er sie bisher gar nicht in unserer Region verkaufen konnte.

Die heimischen Erzeuger blicken auf diese Situation teilweise mit gemischten Gefühlen: Wird sich das wachsende Angebot in der Region nicht zu ihrem Nachteil auswirken? Funktionieren die oft ruinösen Marktgesetze auch in der Bio-Branche, dann besteht die Gefahr, dass der Bio-Gärtner unter Preisdruck gerät, wie wir es bei den Milch-Bauern im konventionellen Bereich beobachten können. Der bewusste Bio-Verbraucher will das nicht! Unsere Landwirte in der Region müssen den Preis erhalten, der es ihnen ermöglicht, auch morgen noch existieren und produzieren zu können. Auf Sonderangebote verzichten wir, wenn sie zu Lasten des kleinen Erzeugers gehen.

Wir würden uns auch wünschen, dass möglichst viel von den in der Region erzeugten Grundnahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Fleisch) in der Region angeboten, verkauft und konsumiert würden, um die regionalen Wirtschaft-Kreisläufe zu stärken und Umweltbelastungen durch Transporte zu vermeiden. Darum werden sich die BioMetropole Nürnberg und der Bio-Verbraucher e.V. in den nächsten zwei Jahren bemühen. Kein Erzeuger im Großraum Nürnberg soll mehr sagen müssen: „ An mir geht der Bio-Boom vorüber.“ Melden Sie sich bei uns, wenn Sie an einer Netzwerkbildung interessiert sind.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Wolfgang Ritter