Mehr zur Demo und günstigen Bussen nach Berlin: www.wir-haben-es-satt.de
und Tel: 0911/81 87 80 oder in unserem aktuellen Info-Brief

 



Bio-Verbraucher e.V. – Info-Brief 25/ Januar 2011
(als pdf lesen)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir werben neue Mitglieder mit dem Slogan „Durch uns hat der Verbraucher eine Stimme!“ Ständig ist es nötig, die Politiker daran zu erinnern, dass sie eigentlich unsere Interessen zu vertreten haben und nicht die der Konzerne. Der Inhalt eines Briefes vom 6. Oktober 2010 ist ein Beispiel für unsere laufende Lobbyarbeit:

An die Agrarministerkonferenz 2010/ Nulltoleranz für GVO
Für Saatgut gilt in der EU ein Reinheitsgebot: Verunreinigungen mit Gen-Saaten sind verboten. Danach darf Saatgut nicht vermarktet werden, wenn es auch nur minimale Spuren gentechnisch veränderter Sorten enthält. Diese strenge Regelung darf durch die Agrarministerkonferenz nicht ausgehebelt werden.

Der Bio-Verbraucher e.V. wendet sich gegen die Festlegung eines Schwellenwertes für gentechnische Verunreinigungen von 0,1 Prozent, denn auch nur geringfügig verunreinigtes Saatgut kann dazu führen, dass sich Gen-Pflanzen unkontrolliert und ohne Wissen der Landwirte ausbreiten und in unsere Nahrungskette gelangen. Wir wollen weder Gentechnik in der Landwirt-schaft noch auf unseren Tellern. Lehnen Sie die Vorschläge aus Bayern und Hessen ab!

Ein Schreiben mit ähnlichem Inhalt ging am 4. November auch an die EU-Kommissare, die den Mitgliedsländern einen Vorschlag gleichen Inhalts zur Beratung am 15.11.2010 vorlegten. Jetzt muss gehandelt werden! Wir unterstützen den Aufruf unseres Partners zur Teilnahme an der

Großdemonstration gegen Agrogentechnik u. Massentierhaltung am 22.01. in Berlin
aus: Pressemitteilung des Bundes Naturschutz (BN) vom 9.12.2010, Marion Ruppaner, marion.ruppaner@bund-naturschutz.de, Tel. 0911-8187820

Zu Beginn der Agrar- und Verbrauchermesse „Grüne Woche“ in Berlin treffen sich auf Einladung der Bundesregierung am Samstag, den 22. Januar 2011, Landwirtschaftsminister aus aller Welt mit EU-Kommissar Dacian Ciolos, WTO- Vertretern und internationalen Agrarkonzernen. Dort wird über Agrarmärkte und Welternährung verhandelt. Wir sagen:

Nein zur Landwirtschaftspolitik von EU und Bundesregierung!

  • Sie fördert die Gentechnik-Industrie
  • Sie zerstört unsere Umwelt und die biologische Vielfalt
  • Sie zerstört lokale Märkte und schafft Hunger in Entwicklungsländern
  • Sie macht krank, erlaubt Tierquälerei und mästet Agrarindustrie
  • Sie schafft unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Plantagen und Schlachthöfen
  • Sie macht Lebensmittel zu Agro-Sprit und heizt den Klimawandel weiter an

Diese Agrarpolitik haben wir satt! Wir wollen:

  • gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel
  • eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft in Europa und weltweit
  • eine tiergerechte und klimaschonende Landwirtschaft

Wir fordern von Merkel, Aigner und Barroso, von Berlin und Brüssel:

  • Ausstieg aus der Agro-Gentechnik - sofort!
  • Kein Patent auf Leben!
  • Stopp der Subventionen für industrielle Tierhaltung!
  • Stopp von Milchseen, Fleischbergen, von Dumping-Exporten in Entwicklungsländer!
  • Stopp der Spekulationen mit Lebensmitteln!
  • Faire Marktregeln für bäuerlich ökologische Landwirtschaft weltweit!

Der Demonstrationszug beginnt am 22. Januar 2011 um 12.00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof und zieht dann zum Brandenburger Tor, wo es eine einstündige Hauptkundgebung geben wird.
Busse aus Nürnberg starten am 22. Januar um 5.00 Uhr früh vom Parkplatz beim Südausgang des Hauptbahnhofs Nürnberg, Rückkehr gegen 23.00 Uhr. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt betragen 29 Euro. Verbindliche Anmeldung unter: Tel: 0911/81 87 80
Mehr zur Demo und Bussen aus anderen Regionen Bayerns unter: www.wir-haben-es-satt.de

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Wolfgang Ritter