Bio-Obst und -Gemüse fast rückstandsfrei


Qualitäts- und Preisrecherchen

Tiefkühl-Kartoffelprodukte – auf das Öl kommt es an
Bio-Orangensaft „gut“ oder „befriedigend“

ÖKO-TEST hat 26 Tiefkühl-Kartoffelprodukte und 27 Orangensäfte untersuchen lassen (ÖKO-TEST Ausgabe 3/2008) - hier die Ergebnisse:

Tiefkühl-Kartoffelprodukte

Ein Bio-Produkt wurde mit „sehr gut“ bewertet (Grünes Land Bio-Kartoffelecken) und zwei mit „befriedigend“ (Demeter Natural Cool Kartoffelpuffer, Schwarmstedter Bio-Rösti-Ecken). Die Lutosa Bio Backofen Kroketten sollte man meiden: „mangelhaft“! Auch von folgenden konventionellen Erzeugnissen mit den Noten „mangelhaft“ (Botato Kartoffel Wedges) und „ungenügend“ lässt man besser die Finger: Agrarfrost Country Steak Frites, Bördegold-Rösti Ecken, Marena Rösti Ecken, Tenery Potato Wedges und Tip Rösti Ecken. Diese sechs Produkte enthalten soviel 3-MCPD-Fettsäuren, dass man mit einer üblichen Portion schon mehr als die Hälfte der täglich tolerierbaren Menge dieses Schadstoffes ausschöpft. Die 3-MCPD-Fettsäure kommt in raffinierten Pflanzenfetten und –ölen vor, z.B. in dem billigen Palmöl, das in Tiefkühl-Kartoffelprodukten verwendet wird und gilt tendenziell als krebserregend. Ungünstig an Palmöl ist auch sein hoher Gehalt an gesättigten Fettsäuren, denn sie erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut.

Orangensaft

Alle Bio-Orangensäfte erhielten die Note „gut“ (Alnatura, Beutelsbacher Demeter, Dennree, Naturgut, Voelkel Demeter) oder „befriedigend“ (Bio Sonne, Bio Wertkost, BioBio, Füllhorn, Grünes land, Naturkind). Der konventionelle Premium Direktsaft von Netto wurde mit „ungenügend“ bewertet, weil er im Labor nachgebaute naturidentische Aromastoffe der Geschmacksrichtung Pfirsich/Aprikose enthielt, die im Orangensaft nichts zu suchen haben.

Kontrollen bestätigen: Bio-Obst, -Gemüse, -Wein fast rückstandsfrei

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat im vergangenen Jahr mehr als 1000 Bio-Lebensmittel unter die Lupe genommen. Unter anderem wurden Obst und Gemüse auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Wein auf Kupfer untersucht: nur ein Prozent der Produkte waren zu beanstanden – bei konventioneller Ware 11 Prozent (Nürnberger Nachrichten v.25.02.08, S.29).